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Glossar der Lokalisierung

Quelle: eCoLoRe

Alignment

Beim Alignment wird ein Quelltext mit seiner Übersetzung verglichen. Dabei werden einander entsprechende Segmente in Quell- und Zieltext identifiziert und zu Übersetzungseinheiten kombiniert, die dann in ein Translation Memory importiert werden können.


Dateiformat (auch: Format)

Das Dateiformat beschreibt die Darstellung und Anordnung von Informationen in einer Datei. Es gibt Hunderte herstellereigener Formate. Damit eine Anwendungssoftware die Informationen einer Datei lesen kann, muss die Datei in einem von der Software unterstützten Format vorliegen, d.h. die Informationen müssen entsprechend dargestellt und angeordnet sein. (Nach: Bowker 2002, 146)


DTP, Desktop Publishing

DTP bezeichnet die Nutzung von Computern zur Gestaltung von Text und Grafik für die Publikation in Zeitschriften, Newslettern, Broschüren etc. Ein leistungsfähiges DTP-System enthält u.a. auch Funktionen, um Text in verschiedenen Schriftarten und -grössen in unregelmässige Formen und Figuren einzupassen. (Nach: FOLDOC: Free On-Line Dictionary Of Computing)


eContent

Digitale Information mit elektronischer Lebensdauer, d.h. Material, das in elektronischer Form erstellt, verbreitet, verwendet und letztendlich gelöscht wird. In eCoLoRe wird der Begriff jedoch etwas breiter definiert und umfasst auch elektronisch erstelltes Material, das in gedruckter Form verbreitet oder verwendet wird, wie es bei vielen Benutzerhandbüchern für Softwareprodukte der Fall ist.


eContent-Lokalisierung

Die Übersetzung und kulturelle Anpassung digitaler Informationen an lokale Märkte.


Eingebettetes Objekt

Ein Objekt (z.B. eine Grafik oder ein Diagramm), das mit einer bestimmten Anwendungssoftware erstellt wurde und in ein mit einem anderen Programm angefertigtes Dokument eingebettet wird. Im Gegensatz zu einfachen Kopier- und Einfügevorgängen bleibt das Objekt mit der Originalanwendung verknüpft und behält sein ursprüngliches Format. Veränderungen des Objekts, die man später in der Originalanwendung vornimmt, werden automatisch übernommen. (Nach: Webopedia)


Exact Match

Zeichengenaue Entsprechung eines zu übersetzenden Segments des Quelltexts mit einem quellsprachlichen Segment im Translation Memory.


Export

Beim Export einer Datei wird eine Kopie der Datei im Dateiformat einer anderen Anwendungssoftware gespeichert. Das Ergebnis dieser Formatumwandlung entspricht nicht immer exakt dem Original. Siehe auch: Import. (Bowker 2002, 146)


Externe Wiederholungen

Bei zwei oder mehr Quelltexten: Segmente, die sich von Text zu Text wiederholen aber bislang noch nicht übersetzt wurden und noch nicht als Übersetzungseinheiten in einem Translation Memory gespeichert sind. Siehe auch: Interne Wiederholungen, Exact Match und Statistik-Tool.


Fuzzy Match

Alle Treffer, die beim Vergleich eines zu Übersetzenden Segments des Quelltexts mit einem Translation Memory im Übersetzungsspeicher gefunden werden und kein Exact Match sind.


HTML (Hypertext Markup Language)

Auszeichnungssprache, mit der die Darstellung von World-Wide-Web-Dokumenten festgelegt wird. Webseiten werden mit Hilfe von Auszeichnungssymbolen (HTML-Tags) gestaltet, die in den Text eingebettet sind. HTML beschreibt u.a. Seitenlayout, Schriftarten, Schriftgrössen und Grafikelemente sowie HypertextverknÜpfungen (Links) zu anderen Webseiten. (Nach: Bowker 2002, 147)


Import

öffnen einer Datei, die mit einer anderen Software in einem anderen Format erstellt wurde. Siehe auch: Export. (Nach: Bowker 2002, 147)


Interne Wiederholungen

Segmente, die im Quelltext mehr als einmal vorkommen aber bislang noch nicht Übersetzt wurden und noch nicht als Übersetzungseinheiten in einem Translation Memory gespeichert sind. Siehe auch: Externe Wiederholungen und Exact Match.


Lokalisierung (L10N)

Anpassung eines Produkts an die sprachlichen, kulturellen und sonstigen Anforderungen eines bestimmten Zielmarkts. (nach: FOLDOC: Free On-Line Dictionary Of Computing). Siehe auch: eContent-Lokalisierung.


Lokalisierungsanbieter (auch: Lokalisierungsdienstleister)

Dienstleister, der im Bereich eContent -Lokalisierung tätig ist.


Match-Wert

Prozentwert, der den Grad der Ähnlichkeit zwischen einem zu übersetzenden Segment des Quelltexts und einer im Translation Memory gefundenen Übersetzungseinheit angibt.


Revision

Revision bezeichnet die Überprüfung der Korrektheit eines Zieltexts durch Vergleich mit dem Quelltext. Das Hauptaugenmerk gilt dabei inhaltlichen Fehlern, unzulässigen Auslassungen oder Hinzufügungen sowie der Prüfung von Eigennamen und Titeln, Zahlen und Tabellen etc.


Segment

Einheit eines Quelltexts, der eine entsprechende Übersetzung im Zieltext zugeordnet werden kann (siehe: Alignment). In der Regel wird ein Text beim Segmentieren in Sätze zerlegt. Aber auch andere Textelemente wie Überschriften, Elemente einer Aufzählung, Tabellenzellen oder Absätze können als Segmente behandelt werden. (Nach: Bowker 2002, 152)


Segmentierung

Automatische Zerlegung eines Textes in Segmente.


Tag

Ein Tag ist eine Art Etikett, mit dem ein Textelement ausgezeichnet wird, um es näher zu beschreiben (z.B. durch Informationen über den Inhalt oder die Darstellung des Elements). Die Tags in einem Text werden auch als Auszeichnung (engl. markup) bezeichnet. Bei den Textauszeichnungssprachen HTML und XML sind Tags durch spitze Klammern begrenzt (z.B. <ITALICS>). (Nach: Bowker 2002, 153)


Termbank (auch: terminologische Datenbank)

Sammlung terminologischer Einträge, die in elektronischer Form vorliegt und mit elektronischen Mitteln durchsucht werden kann. (Nach: Bowker 2002, 154)


Terminologiearbeit

Terminologiearbeit beschäftigt sich mit der Erarbeitung, Bearbeitung, Speicherung und Nutzung von Fachwörtern. Werkzeuge wie Terminologieverwaltungssysteme unterstützen diese Aufgaben. (Deutsches Terminologie-Portal)


TMX (Translation Memory eXchange format)

Von der Localization Industry Standards Association (LISA) entwickelter Austauschstandard für Translation Memories. TMX soll den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen zur Lokalisierung von eContent und zwischen verschiedenen Übersetzungsdienstleistern erleichtern. Weitere Informationen finden sich auf der TMX-Homepage.


Translation Kit (auch: Übersetzungspaket, Übersetzungskit)

Vom Lokalisierungsanbieter zusammengestelltes Dateipaket mit allen übersetzungsrelevanten Materialien. Neben dem zu übersetzenden Quellmaterial enthalten Translation Kits Dateien mit technischen und sprachlichen Informationen wie Translation Memories, Termbanken oder Glossare sowie Stilrichtlinien (Style Guides).


Translation Memory (auch: TM, Translation-Memory-Datenbank, Übersetzungsspeicher, Übersetzungsarchiv)

Das Konzept von Translation Memories besteht darin, quellsprachlichen eContent gemeinsam mit den von Humanübersetzern erstellten Übersetzungen automatisch als handliche, in der Regel einen Satz umfassende Einheiten zu speichern. Im Laufe der Zeit entstehen so umfangreiche Archive mit quellsprachlichen Sätzen und ihren zielsprachlichen Entsprechungen. Immer wenn in einem zu übersetzenden Text ein Satz vorkommt, der im TM in gleicher (Exact Match) oder ähnlicher Form (Fuzzy Match) vorhanden ist, schlägt das System automatisch die entsprechende Übersetzung vor. Der Übersetzer kann diese Segmente dann wieder verwenden und die Übersetzungen unverändert übernehmen oder nach Bedarf anpassen.


Translation-Memory-System (auch: Translation-Memory-Programm, integriertes Übersetzungssystem)

Anwendungssoftware, die eine Reihe von Tools und Funktionen zur Übersetzungsunterstützung integriert. Neben dem Translation Memory zählen hierzu Terminologieverwaltung, Editor mit Textverarbeitungsfunktionen, Projektmanagement und Funktionen zur Unterstützung der Qualitätssicherung.


Übersetzungseinheit

In Translation Memories: Einheit aus einem quellsprachlichen Segment und seiner Übersetzung (nach: Bowker 2002, 155).


XML (eXtensible Markup Language)

Eine Auszeichnungssprache (engl. markup language), die entwickelt wurde, um die Funktionalität des Internet durch flexiblere, individuell anpassbare Möglichkeiten zur Identifikation von Informationen zu verbessern. Im Unterschied zur fest definierten Auszeichnungssprache HTML ist XML erweiterbar (engl. extensible). XML ist daher genau genommen eine "Metasprache", also eine Sprache zur Beschreibung anderer Sprachen, mit der sich individuelle Auszeichnungssprachen für beliebige Arten von Dokumenten definieren lassen. (Nach: Peter Flynn "The XML FAQ")

Quelle dieses Glossars: eCoLoRe

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